Einen Haushalt mit kleinen Kindern zu organisieren ist ein Logistikproblem, auf das niemand vorbereitet wird. Zwei Kalender, die nichts voneinander wissen, eine Aufgabenliste irgendwo im Chatverlauf, das Abendessen um 18 Uhr entschieden — und eine Kinderärztin, die nach einem Impfdatum fragt, das man zuletzt vor eineinhalb Jahren auf Papier gesehen hat.
myFAOS — Family Administration Operating System — ist der eine Ort, den ich mir dafür gewünscht habe. Kein soziales Produkt, kein Tagebuch: die operative Schicht unter dem Familienalltag, konsequent mobil gedacht, weil sie im Supermarktgang benutzt wird.
Was drin ist
- Dashboard — Termine des Tages, fällige Aufgaben, anstehende Geburtstage und eine Verteilung, die zeigt, wer diese Woche tatsächlich mehr trägt.
- Gemeinsamer Kalender — Wochen- und Monatsansicht, farblich nach Familienmitglied, damit beide Eltern eine Wahrheit sehen statt zwei.
- Aufgaben — Haushalts-To-dos mit Zuständigkeit, Priorität und Fälligkeit.
- Essen — Wochenplan für Frühstück, Mittag- und Abendessen, eine Rezeptsammlung und eine Koch-Rotation.
- Einkauf — eine gemeinsame Liste, die sich aus dem Wochenplan speist und auf allen Geräten live aktualisiert.
- Geschenkplaner — Ideen pro Person und Anlass hinterlegt, damit Geburtstage keine Hektik mehr sind.
- Dokumententresor — die Unterlagen, die eine Familie braucht und nie findet.
- Gesundheitsakte — Impfpass pro Kind, mit Erledigtem, Fälligem und PDF-Export für die Kinderärztin.
Familien werden einmal angelegt und per Einladungscode betreten — Partnerin, Partner oder Großeltern kommen also hinein, ohne dass jemand Konten verwalten muss.
Wie es gebaut ist
React 18 mit Vite, gestylt mit Tailwind, geroutet mit React Router, Datumslogik über date-fns. Der State läuft über React Context und Hooks — kein Redux, kein Zustand —, was bei dieser Größe nachvollziehbarer geblieben ist als jeder Store es gewesen wäre.
Firebase liefert Authentication (E-Mail/Passwort und Google) und Firestore, wobei
firestore.rules die Zugriffskontrolle pro Familie durchsetzt: Keine Familie kann die
Daten einer anderen lesen. Dazu gibt es einen Demo-Modus mit lokal vorbefülltem Store, mit
dem sich das ganze Produkt ohne Anmeldung und ohne Zugriff auf die echte Datenbank
ausprobieren lässt.
Wo es steht
Live und täglich im Einsatz — und das Projekt, an dem ich am häufigsten weiterbaue. Der Impf-Export und der Weg vom Wochenplan zur Einkaufsliste existieren beide, weil sie vorher im Alltag genervt haben. Neue Funktionen entstehen weiter in der Reihenfolge, in der sich das echte Leben beschwert.